Ordnen, planen, vorausschauen
Lebens- und Finanzplanung
„Erst die Ziele, dann die Zahlen.“
Wie wird aus Lebenszielen ein Plan, der ein Leben lang trägt? Erst ordnen, dann Ziele setzen und vorausschauen, dann anlegen, Schritt für Schritt.
Der Weg
- OrdnenWas da ist, was man schuldet, was hereinkommt und was hinausgeht.
- ZieleWer mitentscheidet, wofür, bis wann, was es kostet und ob es reicht.4 Projekte
- VerstehenWie Anlagen funktionieren und was die Märkte bewegt, in Alltagssprache.7 Projekte
- StrategieBandbreiten statt Prognosen, tausendfach durchgerechnet, in Krisen geprüft.22 Projekte
- UmsetzungPassende Fonds und Verwalter, auch private Märkte, mit Blick auf die Kosten und mit Liquiditätsplan.4 Projekte
- ÜberprüfungRegeln, die in der Krise tragen, Geduld und ein fester Blick einmal im Jahr.2 Projekte
Kapitel 1 von 6
Ordnen
Was da ist, was man schuldet, was hereinkommt und was hinausgeht.
Erst einmal ordnen
Am Anfang steht keine Anlage, sondern eine Liste: Was ist da, was schuldet man, was kommt herein und was geht hinaus? Viele wissen das nur ungefähr. Konten bei drei Banken, ein altes Depot, Verträge zur Altersvorsorge, eine Wohnung mit Kredit: Erst wenn alles auf einem Blatt steht, sieht man, worüber man eigentlich entscheidet.
kurzfristig verfügbargebundenSchulden
Davon kurzfristig verfügbar: 190.000 €
Wichtig ist nicht nur die Summe, sondern wie schnell man an das Geld kommt. In einer Wohnung oder einem Vertrag steckt Vermögen, aber bezahlen kann man damit nicht. Deshalb trennt die Liste, was kurzfristig verfügbar ist und was gebunden ist.
Dazu gehört ein Blick in jedes Depot: wie es aufgeteilt ist, was es kostet und was es in den letzten Jahren gebracht hat. Oft stecken in mehreren Depots dieselben Aktien, und die Kosten summieren sich unbemerkt.
Einnahmen, Ausgaben, Budget
Danach kommt der Monat: Was kommt herein, wohin geht es? Wer ein paar Monate mitschreibt oder die Kontoauszüge sortiert, ist oft überrascht. Ein Budget ist keine Sparvorschrift, sondern eine Entscheidung im Voraus: so viel für das Wohnen, so viel für den Alltag, so viel für den Urlaub, und so viel wird zurückgelegt, bevor der Rest ausgegeben wird.
Netto 6.000 € im Monat: Gehälter 5.500 €, Kindergeld 500 €
Sparquote: 15 %. Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben: 15.300 € bis 30.600 €.
Zuerst kommt ein Polster für Unvorhergesehenes, der : drei bis sechs Monatsausgaben auf dem Tagesgeldkonto. Erst was darüber hinausgeht, wird für längere Zeit angelegt.
Kapitel 2 von 6
Ziele
Wer mitentscheidet, wofür, bis wann, was es kostet und ob es reicht.
Alle an einen Tisch
Ein Familienvermögen gehört selten einer Person. Am Tisch sitzen oft zwei oder drei Generationen mit verschiedener Erfahrung, Geschwister mit verschiedenen Plänen und häufig ein Unternehmer, der gewohnt ist, schnell und allein zu entscheiden. Bevor es um Anlagen geht, müssen alle verstehen, worum es geht, und sich auf einen Weg einigen.
Wer entscheidet, hängt von der Familie ab. Viele Familien legen einmal Ziele und Grenzen fest und geben den Rest aus der Hand: In diesem Rahmen wird das Vermögen danach laufend gesteuert. Familien mit großen Vermögen wollen oft jeden Schritt selbst entscheiden. Dann hilft eine Moderation: jemand, der die Fragen stellt, über die in Familien selten gesprochen wird, Fachbegriffe in Alltagssprache übersetzt und festhält, worauf man sich geeinigt hat.
Moderieren lernt man. Ich habe mich dafür über Jahre geschult, mit Kommunikationscoaches und in Seminaren, und ich habe Achtsamkeit gelernt. Dazu mache ich seit Jahren Yoga. Das hilft mir, wirklich zuzuhören und ruhig zu bleiben, wenn es am Tisch hoch hergeht.
Vetos, und wer worüber entscheidet
Werte werden dabei selten als Werte ausgesprochen, sondern als Veto: „Das machen wir nicht.“ Ergiebiger als die Frage nach Werten ist deshalb die Frage: Gibt es etwas, das für Sie grundsätzlich nicht infrage kommt, egal was es bringen würde? Jedes Veto gehört aufgeschrieben, mit Begründung. Bleibt es unausgesprochen, taucht es in jeder einzelnen Entscheidung wieder auf.
| Herkunft | erscheint als | wie es klingt |
|---|---|---|
| Prinzipien aus dem Unternehmen | Risikohaltung | „Wir machen keine Schulden.“ „Wir investieren nur in das, was wir verstehen.“ „Wir geben keine Kontrolle ab.“ |
| Bezug zur Herkunft | ethischer Ausschluss | nicht gegen die eigene Welt investieren, etwa in Fonds, die Mittelständler mit Krediten kaufen und umbauen |
| Fairness | Verteilungsregel | Geschwister oder Stämme gleich behandeln, auch wo es steuerlich ungünstig ist |
| Diskretion | Regel für Sichtbarkeit | nichts, was mit dem Familiennamen in der Zeitung stehen könnte |
Eigene Einordnung aus der Praxis.
Hilfreich ist eine klare Ordnung, wer worüber entscheidet. Einstimmigkeit klingt nach Harmonie, gibt aber jedem ein Vetorecht; besser ist es, vorher festzulegen, wofür welche Mehrheit gilt.
| Ebene | entscheidet über | wie oft | wer dort sitzt |
|---|---|---|---|
| Familie oder Gesellschafterkreis | Zweck, Werte, Rangfolge der Töpfe, Entnahmen, Änderung der Regeln | ein- bis zweimal im Jahr | alle Eigentümer, die nächste Generation mit wachsender Stimme |
| Anlageausschuss | Quoten innerhalb der Regeln, Auswahl von Verwaltern und Fonds, größere Einzelentscheidungen | vierteljährlich und bei Bedarf | zwei bis drei Familienmitglieder, ein bis zwei unabhängige Fachleute |
| Verwaltung | Umsetzung, Handel, Berichte, Überwachung der Grenzen | laufend | Family Office, Vermögensverwalter, Banken |
Größe und Zuschnitt hängen vom Vermögen und von der Zahl der Eigentümer ab.
Erst die Ziele
Ein Vermögen hat mehr als eine Aufgabe. Ein Teil muss jederzeit verfügbar sein, ein Teil soll die Kaufkraft für die nächste Generation erhalten, ein Teil darf unternehmerisch arbeiten, und manches soll etwas bewegen, das über die Familie hinausgeht. Deshalb wird das Vermögen nach Zwecken geordnet: in Töpfe mit eigenem Horizont, eigenen Anlagen und eigenem Maßstab für Erfolg.
Sicherheit
- Zweck
- was nie passieren darf; der Lebensstandard über Jahre
- Anlagen
- Liquidität, Anleihen hoher Qualität
- Maßstab
- ob er in jeder Krise reicht
Erhalt und Wachstum
- Zweck
- Kaufkraft für die nächste Generation
- Anlagen
- breit gestreute Aktien und Anleihen, Immobilien, private Märkte
- Maßstab
- Ertrag nach Inflation über Jahrzehnte
Unternehmerisch
- Zweck
- weiter unternehmerisch wirken
- Anlagen
- Beteiligungen, Private-Equity- und Venture-Capital-Fonds, das eigene Unternehmen
- Maßstab
- Erfolg über einen ganzen Fondszyklus
Wirkung
- Zweck
- etwas bewegen, das über die Familie hinausgeht
- Anlagen
- Stiftung, Impact-Anlagen, Spenden
- Maßstab
- Wirkung, nicht nur Rendite
Töpfe heißen nicht: hier vorsichtig, dort riskant. Wer über Generationen Kaufkraft erhalten will, braucht Ertrag nach , und den liefern über solche Zeiträume vor allem Unternehmen und Immobilien. Wer „Erhalt“ mit „Vorsicht“ übersetzt, enteignet die nächste Generation langsam.
Dazu gehört die Frage, wie viel Schwankung eine Familie aushält. Das hängt nicht nur vom Gefühl ab, sondern davon, wann sie das Geld braucht: Was in zwei Jahren gebraucht wird, darf nicht schwanken; was zwanzig Jahre liegen kann, schon.
Wie groß jeder Topf ist
Der Sicherheitstopf wird zuerst bemessen. Er soll den Lebensstandard über Jahre tragen, auch wenn alle anderen Töpfe gleichzeitig verlieren. Der unternehmerische Topf ist so groß, wie die Familie verlieren kann, ohne ihr Leben zu ändern. Der Rest dient dem Erhalt.
Ziele mit Preisschild
Ziele werden greifbar, wenn sie ein Datum und einen Betrag bekommen. Aus „etwas für die Kinder zurücklegen“ wird „ab 2034 zweimal 40.000 Euro für das Studium“. Dann sieht man auch, welche Ziele sich im Weg stehen und welches zuerst kommt.
| Ziel | Wann | Wie viel | Wo es liegt |
|---|---|---|---|
| Notgroschen | sofort, immer | 20.000 € | Tagesgeld |
| Neues Dach | in 3 Jahren | 60.000 € | kurze Anleihen, Tagesgeld |
| Studium der Kinder | in 8 bis 12 Jahren | 2 × 40.000 € | gemischt, zum Termin hin sicherer |
| Ruhestand | ab 65 | 40.000 € im Jahr zusätzlich zur Rente | vor allem Aktien, über Jahrzehnte |
| Etwas für die Enkel | später | offen | was übrig bleibt, langfristig angelegt |
Beispielfamilie, in heutigem Geld. Die rechte Spalte nennt den Topf aus dem Schritt „Erst die Ziele“.
Vorausschauen: Reicht es?
Mit Liste, Budget und Zielen lässt sich das Leben in Zahlen vorausrechnen: Wie wächst das Vermögen, solange man spart, und wie lange reicht es, wenn man im Ruhestand davon lebt? Die Rechnung ist einfach, aber sie beantwortet die Frage, die viele umtreibt.
- Das Geld reicht
- über 90 hinaus
- Mit 90 bleiben
- 48.080 €
Renditen kommen nicht gleichmäßig. Wie stark sie schwanken und was ein Plan aushalten muss, zeigen die Simulation und die Stresstests im Kapitel „Strategie“.
Kapitel 3 von 6
Verstehen
Wie Anlagen funktionieren und was die Märkte bewegt, in Alltagssprache.
Die Bausteine
Warum man Geld anlegt
Wer mehr verdient, als er ausgibt, legt den Rest zurück: für schlechte Zeiten, für das Alter, für die Kinder, für ein Haus oder einen Traum. Liegt das Geld nur herum, verliert es jedes Jahr an Wert, weil die Preise steigen. Bei zwei Prozent Inflation kauft ein Euro nach zwanzig Jahren nur noch so viel wie heute 67 Cent.
Der Abstand wächst mit jedem Jahr, weil auch die Erträge wieder Erträge bringen: der .
Anlegen heißt deshalb: das Geld jemandem geben, der damit arbeitet, und dafür etwas zurückbekommen. Dabei geht es fast nie nur ums Geld. Menschen legen an, um ruhig zu schlafen, um etwas gemeinsam zu halten, um mitzubestimmen oder um etwas Gutes zu bewirken. Jedes dieser Motive hat seinen Preis.
Was Anleger außer Rendite suchen
| Motiv | was man sucht | typische Anlagen | was es kosten kann |
|---|---|---|---|
| Sicherheit und Ruhe | gut schlafen | Bargeld, Gold, ein schuldenfreies Haus | entgangener Ertrag |
| Familie und Zusammenhalt | etwas gemeinsam halten und weitergeben | Familienholding, gemeinsame Immobilien, Familienunternehmen | weniger Streuung, schwerer Ausstieg |
| Kontrolle und Einfluss | mitbestimmen, gestalten | Mehrheitsbeteiligungen, das eigene Unternehmen | Aufschlag beim Kauf, Klumpenrisiko |
| Heimat und Nähe | Region oder Branche stärken, Vertrautes besitzen | regionale Beteiligungen, heimische Aktien | Klumpenrisiko |
| Wirkung und Werte | etwas Gutes bewirken, nichts Schädliches finanzieren | Impact-Fonds, Ausschlüsse, Stiftung | Rendite, höhere Gebühren |
| Ansehen und Zugehörigkeit | zeigen, wer man ist; dazugehören | exklusive Fonds, Kunst, Sitze in Gremien | höhere Kosten, niedrigere Rendite |
| Freude und Leidenschaft | Spaß an der Sache | Kunst, Wein, Oldtimer, Start-ups | niedrigere Rendite, laufende Kosten |
Eigene Ordnung in Anlehnung an Meir Statman (2011): Eine Anlage stiftet praktischen, ausdrückenden und gefühlten Nutzen.
Wohin das Geld fließt
Im Kern gibt es nur wenige Wege. Man kann das Geld einem Unternehmen geben, als oder als . Man kann es in Immobilien stecken, die Miete bringen. Man kann es einem Staat leihen, der damit Straßen, Schulen und Renten bezahlt. Oder man bewahrt es nur auf, etwa als Gold. Über Banken fließt außerdem viel Geld an private Haushalte, die damit Wohnungen kaufen.
Ein Beispiel macht den Unterschied greifbar: eine Bäckerei, in die man auf vier Wegen je 10.000 Euro stecken kann. Als Mitinhaber bekommt man einen Teil des Gewinns, in guten Jahren viel, in schlechten nichts. Als Kreditgeber bekommt man jedes Jahr den vereinbarten Zins, egal wie das Jahr läuft, aber nicht mehr. Als Vermieter des Ladens bekommt man Miete, und der Laden bleibt einem, auch wenn die Bäckerei aufgibt. Gold im Tresor bringt nichts, ist aber von der Bäckerei unabhängig.
Mitinhaber
wie bei Aktien
700 € im Jahr
Ein Teil des Gewinns.
Kreditgeber
wie bei Anleihen
500 € im Jahr
Der vereinbarte Zins.
Vermieter des Ladens
wie bei Immobilien
400 € im Jahr
Die vereinbarte Miete.
Gold im Tresor
unabhängig von der Bäckerei
0 € im Jahr
Kein Ertrag.
Die Wege im Überblick
| Wohin | was mit dem Geld geschieht | woher der Ertrag kommt | Beispiele |
|---|---|---|---|
| Unternehmen | Maschinen, Löhne, Forschung, Zukäufe | Gewinne | Aktien, Anleihen, Private Equity, Private Debt |
| Immobilien und andere Sachwerte | Wohnungen, Büros, Netze, Rechenzentren | Mieten und Nutzungsentgelte | eigene Wohnung, Immobilienfonds, Infrastruktur |
| Staaten | Straßen, Schulen, Renten, Hilfe in Krisen | Steuern und neue Schulden | Staatsanleihen |
| Private Haushalte | Wohnungen, Autos, Ausbildung | Arbeitseinkommen | über Banken: Baufinanzierung, Pfandbriefe |
| Aufbewahren | nichts, es wird nur gehalten | allein eine Preisänderung | Gold, Bargeld, Kunst |
Vereinfacht. Das meiste Geld fließt über Banken, Fonds und Versicherer.
Ein Sparkonto ist übrigens kein Aufbewahren: Wer Geld auf die Bank bringt, leiht es ihr, und sie verleiht es weiter. Wer anlegt, sollte diese Wege verstehen: wer das Geld bekommt, was er damit tut und woher der Ertrag am Ende kommt.
Was man dafür bekommt
Wer Geld hergibt, verzichtet auf dreierlei: Er kann es heute nicht ausgeben, er kann es nicht jederzeit zurückholen, und er weiß nicht sicher, ob alles zurückkommt. Der Ertrag einer Anlage ist der Preis für diese Verzichte.
Den größten Unterschied macht die Frage, ob man Gläubiger ist oder Eigentümer. Dem Gläubiger ist ein Betrag versprochen, dem Eigentümer nur, was übrig bleibt. Das kann viel sein oder nichts. Dafür wurden Eigentümer über lange Zeit deutlich besser bezahlt, aber nicht in jedem Jahrzehnt.
Wofür der Ertrag bezahlt, und woher er kommt
| Bestandteil | wofür | Beispiel |
|---|---|---|
| Inflationsausgleich | dass das Geld später weniger kauft | jede Anleihe, deren Zins über der Teuerung liegen soll |
| Zeit | heute auf Konsum zu verzichten | Bundesanleihe |
| Ausfallrisiko | das Geld vielleicht nicht zurückzubekommen | Hochzinsanleihe, Private Debt |
| Unsicherheit | nur Anspruch auf das zu haben, was übrig bleibt | Aktie, Beteiligung |
| Bindung | das Geld lange nicht verkaufen zu können | Private-Equity-Fonds |
| Arbeit und Kontrolle | auswählen, begleiten, mitentscheiden | Unternehmerfamilie, Buyout, Venture Capital |
Die letzte Zeile ist streng genommen Lohn für Arbeit, in der Praxis aber selten davon zu trennen.
Am Ende kommt jeder Ertrag aus einer von drei Quellen: aus den Gewinnen von Unternehmen, aus Steuern oder aus Arbeitseinkommen. Wer Gold oder Bargeld hält, bekommt aus keiner davon etwas; er gewinnt nur, wenn später jemand mehr dafür bezahlt.
Unternehmen verstehen
Nehmen wir einen kleinen Betrieb, der eine neue Maschine für 80.000 Euro braucht. Der Inhaber hat drei Möglichkeiten. Er bezahlt sie aus dem Gewinn der letzten Jahre. Er leiht sich das Geld bei der Bank und zahlt jeden Monat Zins und Tilgung, ob das Jahr gut läuft oder schlecht. Oder er nimmt einen Partner auf, der mit einsteigt: Der bekommt keine feste Rate, aber einen Anteil am Gewinn und ein Wort bei wichtigen Entscheidungen.
Für den Betrieb bleiben: mit Kredit 35.200 €, mit Partner 32.000 €. Je besser das Jahr, desto teurer der Partner: Die Bank bekommt nie mehr als ihren Zins.
Genau so finanzieren sich alle Unternehmen, vom Handwerksbetrieb bis zum Weltkonzern. Bei großen Unternehmen heißt der Kredit und der Partner . Wird das an der gehandelt, spricht man von börsennotierten Märkten. Geschieht dasselbe ohne Börse, direkt zwischen Unternehmen und Fonds, heißt es (Beteiligung) und (Kredit).
Wer wann Geld gibt
| Eigentümer | Gläubiger | |
|---|---|---|
| Wie man es wird | Aktie, Private Equity, Venture Capital, eigener Betrieb | Anleihe, Bankkredit, Private Debt, Sparkonto |
| Was man bekommt | einen Anteil am Gewinn, keinen festen Betrag | festen Zins und die Rückzahlung |
| Wenn es gut läuft | der Ertrag wächst mit | es bleibt beim Zins |
| Wenn es schlecht läuft | wird zuletzt bedient und kann alles verlieren | wird zuerst bedient |
| Mitsprache | Stimmrecht | Vertrag und Auflagen |
Welcher Kapitalgeber passt, hängt davon ab, wo ein Unternehmen in seinem Leben steht. Ein junges Unternehmen verdient noch nichts und bekommt kaum Kredit; es braucht Eigentümer, die Verluste aushalten. Ein reifes Unternehmen hat einen planbaren Cashflow und kann sich günstig Geld leihen.
| Phase | Eigenkapital von | Fremdkapital von | Geld zurück an die Kapitalgeber |
|---|---|---|---|
| Start-up | Gründern, Familie, Business Angels, Seed-Fonds | Förderkrediten mit öffentlicher Haftung | nein |
| Junges Wachstum | Venture Capital | Förderkrediten, ersten Bankkrediten gegen Sicherheiten | nein |
| Starkes Wachstum | Venture Capital, Growth-Fonds | Venture Debt, Kreditlinien | nein |
| Reifes Wachstum | Growth-Fonds, Börsengang, Buyout | Banken, Schuldschein, Anleihen, Private Debt | erste Dividenden |
| Reife | Börse, Buyout, Familie, Stiftung | Anleihen, Schuldschein, Leveraged Loans beim Buyout | Dividenden, Aktienrückkäufe, Tilgung |
| Niedergang | Distressed-Investoren, Gläubiger durch Tausch in Anteile | Restrukturierungskredite | Verkaufserlöse, Abwicklung |
Vereinfacht; im Einzelfall auch anders.
Immobilien verstehen
Eine Immobilie bringt Miete, und ihr Wert folgt auf lange Sicht dem, was Mieter zahlen können und was Bauen kostet. Beim Kauf zählen Lage, Zustand und Preis, danach Verwaltung, Instandhaltung und der Zins des Kredits. Wer selbst kauft, hat volle Kontrolle und viel Arbeit. Wer über einen Fonds oder eine Aktie anlegt, gibt die Arbeit ab und bekommt dafür andere Fragen: Wie komme ich wieder heraus? Wie viel Kredit steckt darin? Was kostet es?
Direkt oder über einen Fonds?
| Anlageform | ab | Ausstieg | Schwankung, die man sieht | Mitsprache |
|---|---|---|---|---|
| Eigene Wohnung | Zehntausende Euro Eigenkapital | Verkauf in Monaten, mit Kosten | kaum | voll |
| Offener Immobilienfonds | Sparplan ab 25 bis 50 € | frühestens nach 24 Monaten, mit 12 Monaten Kündigungsfrist; sonst über die Börse mit Abschlag | gering, geglättet | keine |
| Immobilienaktie, REIT, ETF | eine Aktie oder ein ETF-Sparplan | täglich zum Börsenkurs | hoch | keine |
| Geschlossener Fonds | meist 5.000 bis 10.000 € | erst zum Laufzeitende, oft nach 10 bis 15 Jahren | kaum | kaum |
| Club Deal | meist 200.000 € | erst beim Verkauf des Projekts | keine bis zum Ergebnis | Mitsprache |
| Crowd-Darlehen | ab 100 bis 500 € | erst zum Laufzeitende, meist nach 1 bis 3 Jahren | keine bis zum Ausfall | keine |
| Pfandbrief, Pfandbrief-ETF | ein ETF-Anteil | ETF täglich | gering | keine |
Richtwerte für Deutschland, Stand Herbst 2026.
Indirekte Anlagen ersetzen die Prüfung nicht, sie verschieben sie: Statt Lage und Bausubstanz prüft man den Ausstieg, den Anteil der Kredite, die Kosten und die Menschen, die entscheiden. Und eine ruhige Wertentwicklung heißt nicht wenig Risiko: Offene Fonds werden von Gutachtern bewertet, nicht täglich an der Börse.
Staaten und Gold
Eine ist ein Kredit an den Staat, der den Zins aus Steuern und neuen Schulden bezahlt. Anleihen eines soliden Staats gelten als die sicherste Anlage in seiner Währung, ganz ohne Risiko sind aber auch sie nicht: Steigen die Zinsen, fällt ihr Kurs, und nach Inflation bleibt manchmal nichts. Zwischen 2014 und 2022 zahlten Anleger zeitweise sogar dafür, dem deutschen Staat Geld leihen zu dürfen.
Bei der zehnjährigen Anleihe entspricht der Kursverlust dem Zins von 3,3 Jahren.
Gold bringt weder Zins noch Miete. Sein Ertrag ist allein die Preisänderung. Trotzdem hat es einen Platz: als Schutz für Extremfälle wie Krieg oder den Verfall einer Währung. Die Notenbanken haben von 2022 bis 2024 in jedem Jahr mehr als 1.000 Tonnen gekauft.
Alle Bausteine auf einen Blick
Die Tabelle stellt nebeneinander, woraus sich ein Vermögen zusammensetzen lässt: woher der Ertrag kommt, wie schnell man an das Geld kommt und worauf man achten sollte.
| Baustein | woher der Ertrag kommt | verfügbar | worauf achten |
|---|---|---|---|
| Tagesgeld, Festgeld, Geldmarktfonds | Zins | täglich bis Monate | Einlagensicherung je Bank begrenzt; nach Inflation oft kein Ertrag |
| Anleihen hoher Qualität | Zins | täglich | verlieren, wenn die Zinsen steigen; Laufzeit am Bedarf ausrichten |
| Aktien weltweit | Gewinne und Dividenden | täglich | starke Schwankungen; Konzentration in Indizes |
| Hochzinsanleihen, Private Debt | Zins und Risikoaufschlag | Tage bis Jahre | Ausfälle in Rezessionen; Bewertung privater Kredite |
| Private Equity: Buyout, Growth | Wachstum, Führung, Hebel | zehn Jahre und mehr | Kapitalabrufe, Auswahl der Manager, Kosten |
| Venture Capital | wenige große Treffer | zehn bis fünfzehn Jahre | viele Totalverluste, Zugang zu guten Fonds |
| Direktbeteiligungen, Co-Investments | wie Private Equity, mit weniger Gebühren | Jahre | Klumpen; eigenes Team nötig |
| Immobilien | Mieten | Monate bis Jahre | Zinsen, Lage, Arbeit, Klumpen |
| Infrastruktur | Nutzungsentgelte | Jahre | Regulierung, Bewertung |
| Hedgefonds | Können des Managers | Monate | Kosten, große Unterschiede zwischen Managern |
| Gold | nur Preisänderung | täglich | kein laufender Ertrag |
| Kryptowährungen | nur Preisänderung | täglich | extreme Schwankungen; eher Spekulation als Anlage |
| Kunst, Oldtimer, Wein | Preisänderung und Freude | schwer verkäuflich | Kosten, Echtheit, Lagerung |
| Impact-Anlagen, Stiftung | Rendite und Wirkung | unterschiedlich | Wirkung messen |
| Das eigene Unternehmen | Gewinne, Ausschüttungen | kaum | oft der größte Klumpen der Familie |
Eigene Einordnung; Verfügbarkeit als Richtwert.
Was die Märkte bewegt
Klima und Wetter
Für Anlagen ist die Wirtschaft, was Klima und Wetter für den Garten sind. Das Wachstum ist das Klima: Auf lange Sicht wachsen die Gewinne der Unternehmen ungefähr mit der Wirtschaft, und davon leben Aktien, Beteiligungen und Mieten. Die ist das Wetter: Auf gute Jahre folgen schwächere, und die Gewinne schwanken dabei stärker als die Wirtschaft selbst.
Die Inflation zehrt an allem, was einen festen Betrag verspricht. Die soll sie im Zaum halten; die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig 2 Prozent an. Steigen die Preise zu schnell, dreht sie den Wasserhahn zu und erhöht die Zinsen; lahmt die Wirtschaft, dreht sie ihn wieder auf. Bis das bei den Preisen ankommt, vergehen oft eineinhalb bis zwei Jahre.
Die Politik setzt die Regeln: Steuern, Ausgaben und Schulden des Staats, Handel und Zölle, Regulierung. Sie wirkt meist über dieselben Kanäle, über Wachstum, Inflation und Zinsen. Tippen Sie auf eine Nachricht und sehen Sie, was sie mit den Anlagen macht.
- Aktien und Beteiligungen↑eher GewinnerGewinne steigen
- Staatsanleihen↓eher VerliererZinsen ziehen eher an, Kurse fallen
- Unternehmenskredite↑eher Gewinnerweniger Ausfälle
- Immobilien↑eher Gewinnermehr Nachfrage, höhere Mieten
- Gold±gemischt oder kaum betroffenwenig gefragt
- Tagesgeld±gemischt oder kaum betroffender Zins folgt der Notenbank
Gute Zeiten für Eigentümer. Wer Anleihen hält, spürt eher die steigenden Zinsen.
eher Gewinnereher Verlierergemischt oder kaum betroffen
Entscheidend ist die Überraschung. Die Märkte reagieren nicht auf Nachrichten, sondern darauf, wie stark sie von dem abweichen, was schon erwartet war. Deshalb laufen Aktien der Konjunktur oft voraus.
Wie ich das in der Strategie nutze
Ich setze nicht auf das nächste Quartal. Das Umfeld geht auf zwei Wegen in die Strategie ein: in die Bandbreiten der erwarteten Renditen und in die Szenarien der Stresstests, beide im Kapitel „Strategie“. So hängt die Strategie nicht davon ab, dass eine Prognose stimmt.
Vier Wetterlagen
Wachstum und Inflation zusammen ergeben vier Wetterlagen. Jede Anlage hat ihre Lieblingslage, keine gedeiht in allen. Deshalb streut man über Anlagen, die in verschiedenen Lagen tragen, und nicht nur über viele Aktien.
hoch Inflation
niedrig Wachstum schwächerWachstum stärker
Stagflation
Die schwierigste Lage: Aktien und Anleihen verlieren oft zugleich.
eher Gewinner: Gold, Rohstoffe, Tagesgeld, wenn die Zinsen mit der Inflation steigen
eher Verlierer: Aktien, Staatsanleihen, Unternehmenskredite
Überhitzung
Sachwerte halten mit der Teuerung Schritt; Anleihen leiden unter steigenden Zinsen. Aktien tragen, solange die Gewinne schneller wachsen als die Zinsen.
eher Gewinner: Immobilien, Infrastruktur, Rohstoffe
eher Verlierer: Staatsanleihen, vor allem lang laufende
Abschwung
Staatsanleihen hoher Qualität sind jetzt der Halt, weil die Zinsen fallen. Aktien und Unternehmenskredite leiden.
eher Gewinner: Staatsanleihen, Gold
eher Verlierer: Aktien, Unternehmenskredite, Immobilien
Aufschwung
Rückenwind für Eigentümer. Staatsanleihen bringen ihren Zins, Gold glänzt wenig.
eher Gewinner: Aktien, Beteiligungen, Unternehmenskredite
eher Verlierer: Gold
Zinsen und Immobilienpreise
Wer eine Wohnung kauft, finanziert meist einen großen Teil mit Kredit. Sinken die Zinsen, können Käufer mehr bezahlen, und die Preise steigen; steigen die Zinsen, geraten die Preise unter Druck. Die Grafik zeigt oben die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen und darunter die Preise für Eigentumswohnungen in Deutschland, über sechzig Jahre. Bewegen Sie den Regler oder zeigen Sie auf die Grafik.
Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, Prozent
Bundrendite Wohnungen, in Euro Wohnungen, nach Inflation
2025: Bundrendite 2,6 %; Wohnungen 286 in Euro, 178 nach Inflation (2000 = 100).
Von 2010 bis 2021 fielen die Renditen unter null, und die Wohnungspreise haben sich fast verdreifacht. Als die Zinsen ab 2022 kräftig stiegen, fielen die Preise bis Anfang 2024 um knapp 14 Prozent. Nach Inflation war der Rückgang größer: Ende 2025 lagen Wohnungen real gut ein Fünftel unter ihrem Höchststand.
Die lange Reihe zeigt noch etwas: Nach Inflation waren Eigentumswohnungen 2009 rund ein Sechstel billiger als 1981. Immobilien sind Sachwerte, aber sie steigen nicht von allein.
Der DAX: zurück und nach vorn
Der DAX misst die 40 größten Unternehmen an der Frankfurter Börse und rechnet ihre Dividenden mit ein. Ende 1987 startete er bei 1.000 Punkten, Ende Oktober 2026 stand er bei rund 25.800: im Schnitt knapp 9 Prozent im Jahr. Gerade war der Weg nie. Nach dem Platzen der Internetblase stand er Ende 2002 bei rund 2.900 Punkten, weniger als halb so hoch wie drei Jahre zuvor, und 2008 verlor er 40 Prozent.
- Mittlerer Weg nach 20 Jahren
- 82.728 Punkte
- Neun von zehn Wegen enden zwischen
- 18.998 – 360.251
- Wege, die unter dem heutigen Stand enden
- 10 %
Nach vorn gibt es keine Linie, nur einen Fächer. Mit den Reglern stellen Sie ein, welche Rendite und welche Schwankung Sie für die nächsten 20 Jahre annehmen; seit 1988 schwankte der DAX um rund 22 Prozent im Jahr. Je größer die Schwankung, desto breiter der Fächer. Je höher die Rendite, desto seltener endet ein Weg unter dem heutigen Stand; ausgeschlossen ist es nie.
Warum die Skala in Stufen wächst
Von 1.000 auf 10.000 Punkte ist es in der Grafik so weit wie von 10.000 auf 100.000. So sieht ein Rückgang um die Hälfte 1990 genauso groß aus wie heute, und die frühen Jahre verschwinden nicht in einer flachen Linie.
Kapitel 4 von 6
Strategie
Bandbreiten statt Prognosen, tausendfach durchgerechnet, in Krisen geprüft.
Bandbreiten statt Vorhersagen
Für jede Anlageklasse, börsennotiert wie privat, schätze ich erwartete Renditen, Risiken und wie stark sie zusammenhängen. Die Schätzungen stützen sich auf Bewertungen, Zinsen, das Umfeld und lange Datenreihen; statistische Modelle und künstliche Intelligenz helfen, sie zu lesen. Heraus kommt eine plausibler Ergebnisse, keine einzelne Zahl.
Viele Wege statt einer Prognose
Mit diesen Bandbreiten wird das Portfolio tausendfach über viele Jahre durchgerechnet. Der Fächer zeigt, wo das Vermögen stehen könnte: in der mittleren Hälfte aller Wege (dunkel) und in neun von zehn (hell). Mit dem Regler sehen Sie, was mehr oder weniger chancenreiche Anlagen mit dem Fächer und mit den Chancen auf zwei Ziele machen.
- Chancenreiche Anlagen 60 %
- Stabile Anlagen 40 %
- Kaufkraft nach 20 Jahren erhalten
- 91 %
- Vermögen in 20 Jahren real verdoppelt
- 40 %
- Die schlechtesten 5 % der Wege enden unter
- 88
Annahmen der Abbildung
Werte nach Inflation, Start = 100, keine Entnahmen. Chancenreiche Anlagen: erwartete Rendite 5 % im Jahr, Schwankung (Volatilität) 16 %. Stabile Anlagen: 1 % und 4 %. Renditen von Jahr zu Jahr und untereinander unabhängig, logarithmisch normalverteilt. Bewusst vereinfacht; keine Prognose und keine Anlageberatung.
Wenn es schlecht läuft
Wahrscheinlichkeiten reichen nicht. Ich prüfe auch, wie das Portfolio in bestimmten abschneiden würde, damit die Familie den Verlust kennt, den sie aushalten müsste, bevor er eintritt. Die Balken folgen dem Regler oben.
Wie tief es in der Vergangenheit ging
Wie tief es gehen kann, zeigt die Geschichte. Ungewiss ist nur, wann ein Rückschlag kommt, wie tief er geht und wie lange er dauert. Wer und Anleihen beimischt, fällt weniger tief: Ein Portfolio aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen hat seit 1900 nie mehr als die Hälfte verloren, obwohl Aktien und Anleihen jeweils für sich mehrfach über 70 Prozent verloren haben.
Ende der Blase in Japan, ab 1990 Nikkei 225
Ende der Internetblase, 2000 bis 2002 Nasdaq Composite
Ende der Internetblase, 2000 bis 2003 DAX
Finanzkrise, 2007 bis 2009 S&P 500
Pandemie, 2020 S&P 500
Zinswende, 2022 S&P 500
Kapitel 5 von 6
Umsetzung
Passende Fonds und Verwalter, auch private Märkte, mit Blick auf die Kosten und mit Liquiditätsplan.
Kosten: der stille Gegenwind
Kosten wirken wie Gegenwind, jedes Jahr. Sie fallen kaum auf, weil sie vom Ertrag abgehen und auf keiner Rechnung stehen. Über Jahrzehnte entscheiden sie trotzdem mit, weil Geld, das weg ist, keinen Zinseszins mehr bringt.
25 % des Endvermögens gehen an die Kosten: 107.854 €.
Kosten sind nicht an sich schlecht. Wer für etwas zahlt, das mehr bringt, als es kostet, etwa Zugang zu privaten Märkten oder eine Beratung, die Fehler verhindert, macht ein gutes Geschäft. Entscheidend ist, dass man weiß, was man zahlt und wofür. Steuern wirken genauso; wie man sie gestaltet, gehört in die Hände von Steuerberatern.
Auch der Weg vom Ist zum Ziel kostet. Deshalb wird schrittweise umgeschichtet: zuerst, was ohnehin frei wird, und mit Blick darauf, welche Steuern ein Verkauf auslöst.
Aktive Fonds gegen den Index
Ein bildet einen Markt einfach nach, zu geringen Kosten. Aktive Fonds versuchen, ihn zu schlagen, und verlangen dafür höhere Gebühren. Über zehn Jahre schafft das nur eine kleine Minderheit: In Europa schlugen nur rund 2 bis 4 von 100 aktiven Aktienfonds ihren Index.
Daraus folgt nicht, dass aktive Verwalter nie ihr Geld wert sind, etwa in Märkten, für die es kaum einen Index gibt, wie private Märkte. Es folgt, dass man sehr genau auswählen und regelmäßig prüfen muss. Genau daran forschen wir, etwa mit künstlicher Intelligenz bei der Fondsauswahl.
Wenige Aktien schaffen das Vermögen
Die meisten einzelnen Aktien bringen über ihre ganze Börsenzeit weniger als kurzfristige US-Staatsanleihen. Der gesamte Gewinn der Börse kommt von wenigen Unternehmen. Hendrik Bessembinder hat das für die USA seit 1926 gezeigt und mit Kollegen für mehr als 64.000 Aktien weltweit.
schufen den gesamten Zuwachsbesser als Staatsanleihen schlechter als Staatsanleihen
Von fast 26.000 US-Aktien brachten 57 Prozent über ihre ganze Börsenzeit weniger als einmonatige US-Staatsanleihen. 1.092 Unternehmen, gut 4 Prozent, schufen den gesamten Vermögenszuwachs: 35 Billionen Dollar.
Wer nur wenige Aktien hält, verpasst diese wenigen leicht. Wer breit streut, hat sie dabei, ohne sie vorher kennen zu müssen.
Private Märkte brauchen einen Liquiditätsplan
Private-Equity-, Private-Debt- und Immobilienfonds rufen Kapital über mehrere Jahre ab und zahlen es später zurück. Anfangs zahlt die Familie mehr ein, als zurückfließt: die bekannte . Ich modelliere diese Zahlungsströme und die Fondswerte, damit die Zusagen zur der Familie passen.
Die Regler zeigen das Modell von Takahashi und Alexander (2002), ein verbreitetes Werkzeug, um Zusagen zu planen: wie schnell der Fonds abruft, wie stark er wächst und wann er ausschüttet. Je schneller abgerufen wird, desto tiefer die J-Kurve; je später ausgeschüttet wird, desto länger ist Geld gebunden.
EingezahltAusgezahltSaldo bisherWert des Fonds
- Höchster Geldbedarf
- 69 von 100
- Geld zurück ab Jahr
- 9
- Ausgezahlt über die Laufzeit
- 1,6-fach des Eingezahlten
Wie gut das Modell trifft, etwa wenn Fonds Kreditlinien nutzen, und ob künstliche Intelligenz besser prognostiziert, untersuchen wir in betreuten Arbeiten.
Die richtigen Leute am Tisch
Die großen Momente eines Vermögens sind selten reine Anlagefragen. Ein Verkauf, eine Erbschaft oder ein Immobilienkauf berührt Recht, Steuern und Anlage zugleich. Wer das nacheinander mit drei Beratern bespricht, bekommt leicht drei Antworten, die nicht zusammenpassen. Und vieles lässt sich nur vorher gestalten, nicht hinterher.
Für jede dieser Fragen gibt es Fachleute: Fachanwälte für Gesellschafts-, Erb- und Steuerrecht, Notare, Steuerberater, eine Depotbank, Vermögensverwalter und Fonds für die liquiden Märkte und Manager für Private Equity, Private Debt und Immobilien. Entscheidend ist, dass sie rechtzeitig am Tisch sitzen und jemand darauf achtet, dass ihre Antworten zusammenpassen.
Was steht an?
Recht und Steuern
- Fachanwalt für GesellschaftsrechtHolding, Gesellschafts- und Geschäftsführerverträge, Beteiligungen, Kauf und Verkauf von Unternehmen
- Fachanwalt für ErbrechtTestament und Erbvertrag, Übergabe zu Lebzeiten, Pflichtteil, Stiftungen
- Fachanwalt für SteuerrechtGestaltung vor Verkauf, Schenkung und Erbschaft, Familienstiftung, Wegzug, Betriebsprüfung und Streit mit dem Finanzamt
- SteuerberaterLaufende Steuern und Abschlüsse, Steuern vorab durchrechnen, Erträge aus Fonds und Beteiligungen
- NotarBeurkundet Kauf, Schenkung, Erbvertrag und Gesellschaftsverträge
Bank
- DepotbankVerwahrung, Handel und Berichte, Kredite gegen Wertpapiere
- LiquiditätTagesgeld, Festgeld und Geldmarktfonds: Notgroschen und anstehende Zahlungen
Die Familie
StrategieZahlen und Koordination
Liquide Märkte
- VermögensverwalterAktien und Anleihen im Mandat, auch Einzeltitelstrategien
- Fonds und ETFsBreit gestreute Bausteine, passiv oder aktiv
- GoldBarren im Tresor oder börsengehandelt im Depot
Private Märkte
- Private EquityBeteiligungsfonds und Co-Investments
- Private DebtKreditfonds und direkte Unternehmenskredite
- ImmobilienAnkauf, Vermietung und Verwaltung
Jeder Anlass braucht andere Fachleute. Tippen Sie auf einen, um zu sehen, wer an den Tisch gehört.
Kapitel 6 von 6
Überprüfung
„Was man versteht, hält man auch in der Krise durch.“
Regeln, die in der Krise tragen, Geduld und ein fester Blick einmal im Jahr.
Regeln aufschreiben und durchhalten
Odysseus ließ sich an den Mast binden, bevor das Schiff an den Sirenen vorbeifuhr. Er wusste, dass er ihrem Gesang nicht widerstehen würde, und entschied deshalb vorher, in Ruhe. Anlagerichtlinien leisten dasselbe für ein Vermögen: Sie legen fest, was in einer Krise geschieht, solange noch keine Krise ist.
Am Ende steht ein Vorschlag, der begründet, warum jeder Teil des Vermögens so angelegt wird. Nach Entscheidung und Umsetzung wird die Allokation regelmäßig überprüft. Anlass für eine Änderung ist ein Ereignis im Leben der Familie, etwa ein Verkauf, ein Erbfall oder der Eintritt der nächsten Generation, oder eine deutlich veränderte Annahme über die Märkte, nie allein die Kurse.
Läuft ein Teil weg, etwa weil Aktien stark gestiegen sind, wird er in die vereinbarte Bandbreite zurückgeführt. Ein Bericht zeigt regelmäßig, wo das Vermögen steht, was es gekostet hat und ob es noch zum Plan passt.
Was in Anlagerichtlinien steht
| Baustein | die Frage dahinter |
|---|---|
| Zweck | Wofür ist das Vermögen da? |
| Ziele | Was soll nach Inflation, Kosten und Entnahmen bleiben? |
| Entnahmen und Liquidität | Wie viel fließt jährlich ab, wie viel muss jederzeit verfügbar sein? |
| Risiko | Welchen Verlust trägt die Familie, ohne ihre Pläne zu ändern? |
| Töpfe und Quoten | Wie viel gehört in welchen Topf, mit welcher Bandbreite? |
| Umschichten | Wann wird zur Zielquote zurückgeführt? |
| Erlaubte Anlagen und Grenzen | Was ist ausgeschlossen, wie groß darf eine Position sein, wie viel ist illiquide, wie viel auf Kredit? |
| Werte | Was will die Familie nicht finanzieren, was ausdrücklich? |
| Zuständigkeiten | Wer entscheidet, wer setzt um, wer kontrolliert? |
| Berichte und Überprüfung | Woran wird gemessen, wie oft wird überprüft? |
Gliederung angelehnt an das CFA Institute (2010).
Zu jeder Regel gehört ihre Begründung. Wer in zehn Jahren dazukommt, war bei keiner Entscheidung dabei; die Richtlinie ist dann das Gedächtnis der Familie.
Geduld: je länger, desto ruhiger
Das Deutsche Aktieninstitut hat für jedes Jahr seit 1975 ausgerechnet, was eine Anlage im DAX gebracht hätte, je nachdem, wie lange man sie hielt. Ziehen Sie den Regler: Für ein Jahr reicht das Ergebnis von 44 Prozent Verlust bis 84 Prozent Gewinn. Je länger die Anlagedauer, desto enger rücken die Punkte zusammen.
- Schlechtester Zeitraum
- −43,9 % 2002
- Durchschnitt
- 11,2 %
- Bester Zeitraum
- 84,1 % 1985
- Zeiträume mit Verlust
- 13 von 50
In diesen 50 Jahren lag jeder im Plus, der 13 Jahre oder länger dabeiblieb. Am schlechtesten traf es, wer Ende 1999 kaufte, auf dem Höhepunkt der Internetblase: Zwölf Jahre später lag er noch leicht im Minus. Das ist Geschichte, keine Garantie; aber es zeigt, warum Zeit eine der Säulen ist.
Die besten Tage kommen gleich nach den schlechtesten
Wer in der Krise aussteigt, um ruhigere Zeiten abzuwarten, verpasst leicht die besten Tage. J.P. Morgan hat das für US-Aktien über 20 Jahre durchgerechnet. Ziehen Sie den Regler: Wer nur die zehn besten Tage verpasste, hatte am Ende weniger als die Hälfte.
Endwert 71.750 $, das sind 10,4 % im Jahr.
Der Haken: Sieben der zehn besten Tage lagen innerhalb von zwei Wochen um die zehn schlechtesten. Wer in der Panik verkauft hatte, war meist nicht rechtzeitig zurück.
Verhalten: die Lücke zwischen Fonds und Anlegern
Fonds melden ihre Rendite so, als hätte jemand am ersten Tag gekauft und nie verkauft. Anleger kaufen aber oft nach guten Jahren und verkaufen nach schlechten. Morningstar misst deshalb, was der durchschnittliche Dollar in den Fonds tatsächlich verdient hat.
Wie viel davon wirklich auf schlechtes Timing zurückgeht, ist umstritten. Eine Studie im Financial Analysts Journal (2026) rechnet Morningstars Studie von 2025 nach und kommt auf nur etwa 0,1 Prozentpunkte im Jahr; der größte Teil der Lücke hat danach andere Ursachen. Sicher ist: Wer im Tief verkauft, verpasst die Erholung. Bei breit gestreuten Anlagen kam sie bisher nach jedem großen Rückschlag, manchmal erst nach vielen Jahren.
Was es zum Erfolg braucht
Gute Geldanlage ruht auf mehreren Säulen. Fehlt eine, hilft es wenig, dass die anderen stark sind: Die beste Strategie nützt nichts, wenn man sie in der ersten Krise aufgibt, und die beste Anlage wenig, wenn Kosten und Steuern den Ertrag auffressen.
Wissen
Verstehen, was man besitzt, woher der Ertrag kommt und was die Märkte bewegt.
Mehr dazu: Wohin das Geld fließt, Klima und Wetter
Plan und Prozess
Ziele, auf die sich alle geeinigt haben, eine Strategie, Regeln auf Papier und ein fester Ablauf, der jedes Jahr wiederkehrt.
Mehr dazu: Erst die Ziele, Regeln aufschreiben und durchhalten
Zugang
Zu guten Verwaltern, Fonds und Produkten, auch zu privaten Märkten, und das Wissen, wer an welcher Lösung verdient.
Netzwerk
Fachleute für Recht, Steuern und Immobilien, die rechtzeitig am Tisch sitzen, solange sich noch etwas gestalten lässt.
Mehr dazu: Die richtigen Leute am Tisch
Zeit
Sich Zeit nehmen für die Entscheidungen, und dem Geld Zeit lassen: Der Zinseszins braucht Jahrzehnte.
Mehr dazu: Warum man Geld anlegt
Disziplin
Beim Plan bleiben, wenn die Kurse fallen. Wer im Tief verkauft, macht aus einem Verlust auf dem Papier einen echten.
Mehr dazu: Wenn es schlecht läuft, Verhalten: die Lücke zwischen Fonds und Anlegern
Kosten und Steuern
Was an Gebühren und Steuern abgeht, fehlt jedes Jahr, und dann fehlt es auch dem Zinseszins.
Mehr dazu: Kosten: der stille Gegenwind, Die richtigen Leute am Tisch
Wissen, Plan, Zugang und Netzwerk kann man sich aufbauen oder dazuholen; dafür gibt es Fachleute. Zeit und Disziplin muss jeder selbst aufbringen. Dabei helfen klare Regeln, die vorher festlegen, was in einer Krise geschieht.
Die Forschung dahinter
Zu jedem dieser Schritte forsche ich, mit meinem Team, mit Promovierenden und Studierenden und mit Partnern an Universitäten. Welche Fragen das sind und was dabei herauskommt, steht auf der Seite Werdegang und Forschung.
Begriffe kurz erklärt
- Notgroschen
- Geld für Unvorhergesehenes, an das man sofort herankommt, meist drei bis sechs Monatsausgaben auf dem Tagesgeldkonto.
- Inflation
- Die Preise steigen, das Geld kauft weniger. Bei 2 % Inflation kostet, was heute 100 Euro kostet, in einem Jahr 102 Euro.
- Zinseszins
- Auch die Erträge bringen wieder Erträge. Deshalb wächst Geld über lange Zeit nicht gleichmäßig, sondern immer schneller.
- Gläubiger
- Wer Geld verleiht und dafür einen festen Betrag versprochen bekommt: Zinsen und am Ende das Geld zurück.
- Eigentümer
- Wem ein Teil eines Unternehmens oder einer Immobilie gehört. Eigentümer bekommen, was nach allen Kosten und Zinsen übrig bleibt: manchmal viel, manchmal nichts.
- Anleihe
- Ein Kredit an ein Unternehmen oder einen Staat, in kleine Stücke geteilt, die man handeln kann. Man bekommt einen festen Zins und am Ende das Geld zurück, solange der Schuldner zahlen kann.
- Aktie
- Eine Aktie ist ein kleines Stück eines Unternehmens. Wer sie hält, der Aktionär, ist Miteigentümer und bekommt einen Teil des Gewinns (die Dividende) und eine Stimme auf der Hauptversammlung, aber keinen festen Betrag.
- Börse
- Ein Marktplatz für Aktien und Anleihen. Die Preise stehen an jedem Handelstag fest, und man kann meist schnell verkaufen.
- Private Equity
- Beteiligungen an Unternehmen, die nicht an der Börse gehandelt werden, meist über Fonds mit zehn Jahren Laufzeit oder mehr.
- Private Debt
- Kredite an Unternehmen, die nicht von einer Bank oder über die Börse kommen, sondern direkt von Fonds.
- Staatsanleihe
- Ein Kredit an einen Staat. Er zahlt den Zins aus Steuern und neuen Schulden. Steigen die Zinsen, fällt der Kurs älterer Anleihen.
- Konjunktur
- Das Auf und Ab der Wirtschaft um ihren langfristigen Pfad: Aufschwung, Hochphase, Abschwung, Tal. Ein Zyklus dauert meist einige Jahre.
- Notenbank
- Die Bank für das Geld eines Währungsraums, im Euroraum die Europäische Zentralbank (EZB). Sie legt die Leitzinsen fest, zu denen sich Banken bei ihr Geld leihen und anlegen, und soll die Preise stabil halten.
- Bandbreite
- Statt einer Zahl die Spanne, in der das Ergebnis wahrscheinlich liegt. Ehrlich über die Unsicherheit und nützlicher als eine genau klingende Prognose.
- Stresstest
- Die Rechnung, was mit dem Vermögen in einer bestimmten Krise geschähe, etwa einem Börsencrash oder steigenden Zinsen, bevor sie eintritt.
- J-Kurve
- In den ersten Jahren eines Fonds für private Märkte fließt mehr Geld hinein als zurück. Über die Zeit gezeichnet sieht der Saldo aus wie ein J: erst nach unten, dann nach oben.
- Liquidität
- Wie schnell man an sein Geld kommt, ohne viel zu verlieren. Ein Konto ist sofort liquide, ein Private-Equity-Fonds oft erst nach Jahren.
- Streuen
- Das Geld auf viele Unternehmen, Länder und Anlagearten verteilen, damit kein einzelner Rückschlag das Ganze trifft.
- Indexfonds
- Ein Fonds, der einen Index wie den DAX einfach nachbildet, statt Aktien auszuwählen. Er ist meist günstig; an der Börse gehandelt heißt er ETF.
Zinseszins
Auch die Erträge bringen wieder Erträge. Deshalb wächst Geld über lange Zeit nicht gleichmäßig, sondern immer schneller.
Notgroschen
Geld für Unvorhergesehenes, an das man sofort herankommt, meist drei bis sechs Monatsausgaben auf dem Tagesgeldkonto.
Inflation
Die Preise steigen, das Geld kauft weniger. Bei 2 % Inflation kostet, was heute 100 Euro kostet, in einem Jahr 102 Euro.
Gläubiger
Wer Geld verleiht und dafür einen festen Betrag versprochen bekommt: Zinsen und am Ende das Geld zurück.
Eigentümer
Wem ein Teil eines Unternehmens oder einer Immobilie gehört. Eigentümer bekommen, was nach allen Kosten und Zinsen übrig bleibt: manchmal viel, manchmal nichts.
Anleihe
Ein Kredit an ein Unternehmen oder einen Staat, in kleine Stücke geteilt, die man handeln kann. Man bekommt einen festen Zins und am Ende das Geld zurück, solange der Schuldner zahlen kann.
Aktie
Eine Aktie ist ein kleines Stück eines Unternehmens. Wer sie hält, der Aktionär, ist Miteigentümer und bekommt einen Teil des Gewinns (die Dividende) und eine Stimme auf der Hauptversammlung, aber keinen festen Betrag.
Börse
Ein Marktplatz für Aktien und Anleihen. Die Preise stehen an jedem Handelstag fest, und man kann meist schnell verkaufen.
Private Equity
Beteiligungen an Unternehmen, die nicht an der Börse gehandelt werden, meist über Fonds mit zehn Jahren Laufzeit oder mehr.
Private Debt
Kredite an Unternehmen, die nicht von einer Bank oder über die Börse kommen, sondern direkt von Fonds.
Staatsanleihe
Ein Kredit an einen Staat. Er zahlt den Zins aus Steuern und neuen Schulden. Steigen die Zinsen, fällt der Kurs älterer Anleihen.
Konjunktur
Das Auf und Ab der Wirtschaft um ihren langfristigen Pfad: Aufschwung, Hochphase, Abschwung, Tal. Ein Zyklus dauert meist einige Jahre.
Notenbank
Die Bank für das Geld eines Währungsraums, im Euroraum die Europäische Zentralbank (EZB). Sie legt die Leitzinsen fest, zu denen sich Banken bei ihr Geld leihen und anlegen, und soll die Preise stabil halten.
Bandbreite
Statt einer Zahl die Spanne, in der das Ergebnis wahrscheinlich liegt. Ehrlich über die Unsicherheit und nützlicher als eine genau klingende Prognose.
Stresstest
Die Rechnung, was mit dem Vermögen in einer bestimmten Krise geschähe, etwa einem Börsencrash oder steigenden Zinsen, bevor sie eintritt.
Streuen
Das Geld auf viele Unternehmen, Länder und Anlagearten verteilen, damit kein einzelner Rückschlag das Ganze trifft.
Indexfonds
Ein Fonds, der einen Index wie den DAX einfach nachbildet, statt Aktien auszuwählen. Er ist meist günstig; an der Börse gehandelt heißt er ETF.
J-Kurve
In den ersten Jahren eines Fonds für private Märkte fließt mehr Geld hinein als zurück. Über die Zeit gezeichnet sieht der Saldo aus wie ein J: erst nach unten, dann nach oben.
Liquidität
Wie schnell man an sein Geld kommt, ohne viel zu verlieren. Ein Konto ist sofort liquide, ein Private-Equity-Fonds oft erst nach Jahren.